Was sind magnetische Wechselfelder?

Magnetische Wechselfeder entstehen dort wo Strom fließt. Immer wenn ein Verbraucher beispielsweise eine Lampe, eine Maschine oder irgendein Stromverbraucher eingeschaltet ist, entsteht auch ein magnetisches Wechselfeld. Als Ursache kann auch der fließende Wechselstrom in Leitungen und Trafos genannt werden, wenn diese Geräte eingeschaltet sind. Menschliche Körper werden von magnetischen Wechselfelder ungehindert durchströmt. Magnetische Wechselfelder entstehen auch durch elektrische Installationen im Haus oder auch durch defekte Geräte. Bei Niedervoltanlagen und allen Geräten, die mit einem Trafo betrieben werden, können die elektrischen Wechselfelder ebenfalls sehr stark sein.

Als weitere Verursacher von magnetischen Wechselfelder im Haus sind Küchengeräte, tragbare Kassettenrekorder, Steckernetzteile, Batterieladegeräte, Babyphone, Dimmer, Antennenverstärker, Leuchtstoffröhren, Energiesparlampen, Elektrische Fußbodenheizungen und alle Art von Motoren zu nennen.

Magnetische Wechselfelder können aber auch als vagabundierende Ströme (z.B. von Straßenbahnen, Stromtrassen oder Trafohäusern) von außen über Rohrleitungen in das Haus gelangen und teilweise sehr stark sein. Auch durch sogenannten „Dirty Power“, der beispielsweise durch die „Power Line Verstärker“ für WLAN (wo die Stromleistung für die Übertragung genutzt wird) entstehen Störungen im Netz.

Hochspannungsleitungen, die Spannungen von 110 Kilovolt, 220 kV oder 380 kV mit Stromstärken bis weit über 800 Ampere übertragen, gehören ebenfalls zu den Elektrosmog-Verursachern.

Weitere Magnetfeldverursacher können zudem die Eisenbahn und Straßenbahnen sein. Netz- oder Bahnstrom kann über recht weite Strecken, beispielsweise über leitfähige Rohrleitungen in der Straße (Gas, Wasser, Fernwärme) oder den Bodengrund in die Wohngebiete eindringen. Da diese vagabundierenden Ströme unkompensiert fließen, verursachen sie manchmal sehr starke Felder. In Wohngebieten entstehen durchschnittliche Belastungen für magnetische Wechselfelder von bis zu 50 Nanotesla (nt), in Großstädten bis zu 60 nT und in ländlichen Gegenden bis zu 30 nT.

Was können Sie selbst tun? 

Achten Sie auf Abstand zu den bisher genannten Feldverursachern. Schalten Sie, wenn vorhanden, Ihre Elektrische Fußbodenheizung in der Nacht am Sicherungskasten aus. Meiden Sie Lampen mit Dimmern direkt neben dem Bett. Sie sollten auch keinen Radiowecker Radiowecker oder Netzteile für Computer oder andere Geräte im Schlafzimmer haben.

Mögliche gesundheitliche Auswirkungen

In der Fachliteratur finden wir als Symptome und Krankheiten, die in Verbindung mit magnetischer Wechselfeldern stehen können, Verspannung, Kopfschmerz, Übelkeit, Schlafstörungen, Sehstörungen, Depressionen, Herz- und Kreislaufstörungen, Gedächtnisschwund, Atemreize, Asthma, Schwindel, Kreislaufprobleme, Gereiztheit, Hyperaktivität, Migräne, Hormonstörungen, Immunschwäche, Allergien, Veränderung der Pulsfrequenz. Als Extreme werden Krebs sowie Alzheimer genannt. Die WHO und andere Wissenschaftler sprechen ab einer Belastung von 200-300 Nanotesla von einer dreifach erhöhten Leukämie-Gefahr für Kinder und Erwachsene.

Die Universität von Toronto mit ihrem wissenschaftlichen Leiter Prof. L.M. Green: Kinder, die in den ersten zwei Jahren ihres Lebens in ihren Kinderzimmern magnetischen Feldintensitäten von über 130 Nanotesla (nT) ausgesetzt waren, zeigten ein 13,5-fach erhöhtes Leukemierisiko.

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